Dampfgarer mit Backofenfunktion

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6 Kommentare
  1. Gerald  10. Juli 2015 um 10:46 Uhr

    Hallo,
    Ich hatte vor ca. 1 Jahr auch überlegt mir einen Backofen oder Backofen/Dampfgarer-Kombi (Miele auch wegen der 300°C-Funktion) zu kaufen.
    Die Kombiöfen sind bei mir auch aufgrund der zu niedrigen Temperaturen fürs Brot – oder Pizzabacken ziemlich rasch ausgeschieden.
    Ich hab mich aber dann Gott sei Dank für einen Gaggenau Backofen aus der 400er-Serie aus entschieden. (Ich hab diese Marke vorher nicht gekannt und bin nur rein zufällig drübergestolpert.)
    Hauptsächlich aus folgenden Gründen:
    1. Der Gaggenau hat die 300°C bei ALLEN Funktionsarten und nicht nur bei der Grillerfunktion wie der Miele!!!
    2. Bei den Gaggenau-Backöfen hast du die Möglichkeit einer “ECHTEN BACKSTEINFUNKTION”. Das ist echt super!!! Da gibt es im Inneren des Backofens einen Anschluß, wo ein eigenes, seperart erhältliches Zubehör (Heizelement) angesteckt werden kann, auf welchem dann ein Stein plaziert werden kann. Dieser wird dann durch dieses Heizelement, das unmittelbar darunter liegt, direkt erhitzt und der Stein ist viel, viel schneller aufgeheizt, als in jedem herkömmlichen Backofen. Ich hab was Vergleichbares bei keinem anderen Hersteller gefunden.
    3. Wenn du mal einen Gaggenau-Backofen in Natura (z.B. in Schauräumen) gesehen, und vielleicht auch berührt hast, dann wirst du einen gewaltigen Qualitätsunterschied bemerken. Der Miele ist auch nicht gerade der Billigste, aber der Qualitätsunterschied ist schon enorm. Das ist eine ganz andere Liga. Da wackelt nichts, da passt Alles. Das spürst du sofort, schon alleine wenn du das erste mal die Backofentür öffnest, merkst du eine ganz, ganz andere Qualität.
    Ich verwende den eben jetzt seit fast einem Jahr und ich kann diese Gaggenau-Backöfen nur empfehlen für Alle, die in der Küche mit Backsteinen arbeiten wollen. Bei 300°C wird auch jede Pizza oder der Flammkuchen am Stein traumhaft.
    Diese Öfen haben zwar auch keine Dampffunktion integriert, aber das mache ich halt auch mittels Wanne und Steinen, oder auf andere Art und Weise, so wie ich es ja auch in meinem Holbackofen im Freien machen muß.
    Falls du den Miele noch nicht gekauft hast, dann würde ich dir empfehlen, dir die Gaggenau-Öfen mal in einem Schauraum anzusehen.
    Vielleicht kannt dir das bei deiner Entscheidung ja helfen?
    Lg
    Gerald

    • silja beck  25. Juli 2015 um 16:44 Uhr

      Hallo Gerald,
      vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar.
      Wir kommen soeben vom Gaggenau-Händler in unserer Nähe zurück! Bisher habe ich G. immer aus finanziellen Gründen ausgeschlossen, aber das muss ich jetzt revidieren. Die Qualität im Vergleich zum auch nicht gerade günstigen Miele ist deutlich höher. Aus Deiner Erfahrung hätte ich jetzt noch ein paar Fragen an Dich:
      – findest Du den Brotbackstein wirklich tief genug (37×31 cm)? Gehen da zwei Brote gleichzeitig? oder würde es Sinn machen von der Fa. Griesser einen Lavatonstein zuschneiden zu lassen (37 x 37 cm)?
      – wie machst Du das mit dem Schwaden? Das muss dann ja auf der obersten Einschubebene stattfinden. Die Beraterin sagte auf den Stein dürfe keine Flüssigkeit tropfen, weil er sonst Risse bekommt….
      – lässt Du den Stein auch bei anderen Nutzungen, z.B. Kuchen backen, Kleingebäck, Aufläufe, Lasagne, …. einfach unten drin?
      – wie aufwändig empfindest du das Reinigen, da man dann ja den Stein rausnehmen und die Grillschlange aufstöpseln muss. Eben mal schnell auswischen geht da ja nicht.
      Bin gespannt auf Deine Antwort.
      LG
      Silja

  2. Willi  3. Juli 2015 um 18:06 Uhr

    Hallo Björn,
    ich habe einen Miele Einbauherd und den angeführten Backofen mit “Klimagaren” Funktion.
    Da ich die ersten Rezepte aus dem Brotbackbuch von Lutz probiert habe, stelle ich fest, dass ich keine Probleme mit der Dichtigkeit sowie dem “Klimagaren” habe.
    Ich verwende einen Lavaton der Fa. Griesser Metallbau (samt Untergestell). Das Gestell steht mit den Füßen auf dem Boden des Backofens (etwa auf Höhe der untersten Schiene).
    Ich heize den Ofen mit Ober/Unterhitze auf 280 Grad auf, schalte dann um auf “Klimagaren” und wähle 1 Dampfstoß aus. Kleine Brötchen backe ich in diesem Programm fertig – ca. 20 Minuten.
    Bei großen Broten schalte ich ca. 6 – 7 Minuten nach dem Dampfstoß auf Ober/Unterhitze um. Ist zwar nicht benutzerfreundlich, aber es geht.
    Verwendest du ebenfalls den Lavatonstein? Ich denke, das Schwaden mit der Edelstahlschraubenvariante funktioniert vermutlich nur dann, wenn der Stein etwas höher auf dem Rost platziert wird.
    Der Vorteil mit dem Lavatonstein samt Untergestell ist, dass ich dies im Backofen stehen lassen kann, außer dem Buttermilch-Dinkelvollkornbrot-Rezept, da habe ich es entfernt, da ja von Raumtemperatur an gebacken wird.
    Steht die Schraubenwanne auf dem Boden oder gäbe es da auch die Möglichkeit, daß man diese irgendwo seitlich im Backofen aufhängt?

  3. Lutz GeißlerLutz Geißler  2. Juli 2015 um 17:50 Uhr

    Ich stimme Björn zu. Besser Hunderte Euro gespart und eine Wanne mit Edelstahlobjekten großer Oberfläche für wenige Euro genutzt als teure Technik verwenden, die nicht explizit zum Brotbacken entwickelt wurde (eierlegende Wollmilchsäue haben immer Nachteile).

  4. Björn Hollensteiner  26. Juni 2015 um 11:13 Uhr

    Nicht wirklich, denn eine zu niedrige Anbacktemperatur ist für die meisten Gebäcke schlecht. Allenfalls sehr süße Teige können bei den niedrigen Temperaturen angebacken werden – das aber nur, damit sie nicht zu sehr dunkeln.
    Meines Wissens ist in den verfügbaren Miele-Backöfen 300°C auch nur mit dem Oberhitze-Grill möglich, bei Ober-/Unterhitze ist bei 280°C Schluß. Das reicht zwar auch, jedoch hapert es zumindest bei meinem Ofen mit der Dichtigkeit. Die Klimagaren-Funktion wird ihrer Rolle beim Brotbacken nicht gerecht, darauf kann verzichtet werden.
    Ich würde nicht freiwillig auf die Lavatonsteine / Schraubenwanne verzichten.

    • Heidi  29. Juli 2015 um 22:09 Uhr

      Ich kann Gerald nur zustimmen bei seiner Begeisterung für den Backofen mit Pizzastein von Gaggenau, der bis 300 ° C beheizbar ist. Der Pizzastein lässt sich in ca. 25 Minuten auf 260 ° C zum Brotbacken anheizen. Bei einer Übernachtgare von Brötchen z. B. stehen diese bei mir am Sonntag innerhalb von 40 Minuten auf dem Frühstückstisch.
      Ich kenne die Überlegung, einen Dampfgarer/Kombibackofen wegen dem Beschwaden anzuschaffen. Aber die Temperatur ist eindeutig zu niedrig.
      Ich hatte Probleme beim Ofentrieb. Die Brote, vor allem die Baguette, gingen nicht richtig auf. Nun bin ich glücklich über meine Erfolge beim Brotbacken. Die Lösung waren das kräftige Beschwaden mit der ALUSCH-Methode, sprich das Einschießen von Wasser auf eine aufgeheizte Metallwanne mit Metallschrauben, und bei den Baguettes bin ich mittlerweile geübt im Wirken des Teigs zum Zylinder und schließlich zum Baguette.
      Die Metallwanne zum Beschwaden habe ich im meinem Gaggenau-Backofen auf dem Gitterrost auf der ersten oder zweiten Schiene von oben, über dem Pizzastein stehen. Der Schwaden verteilt sich wunderbar im Garraum. Den Backofen heize ich auf 260 ° C, schalte ihn kurz vor dem Einschießen des Teiglings auf 250 ° C runter, so reduziert sich beim Beschwaden die Ofentemperatur nicht unter 250 ° C. Die Backergebnisse sind ein Traum, die schönsten Baguettes kommen aus dem Ofen.

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