Ist Brotbacken zu Hause überhaupt möglich?

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5 Kommentare
  1. Werner  26. August 2014 um 13:58 Uhr

    Tja, dann bin ich wohl zu blöd dafür. Ich habe gerade dieses Buttermilchbrot aus dem Ofen geholt. Ich bin sicher, dass ich mich genau an die Beschreibung gehalten habe. Aber es ist kaum aufgegangen (obwohl der Teig sich vorher gut entwickelte, an der Hefe liegt es also nicht) und hat eine steinharte Kruste. Anscheinend ist das nichts für mich. Schade…

    • Lutz GeißlerLutz Geißler  29. August 2014 um 07:59 Uhr

      Beschreibungen sind das eine, die Praxis das andere. Im Buch steht ganz bewusst, dass die Rezepte keine Gesetze, sondern Wegweiser sind. Auf den Teig wirken einfach zu viele Faktoren ein. Es beginnt beim Mehl (jede Mühle bringt trotz gleicher Mehltypen andere Mehlqualitäten) und hört bei der Knetmaschine oder dem Ofen nicht auf.
      Es braucht etwas Durchhaltevermögen bis man für seine Küchenbedingungen und seine Rohstoffe den besten Weg gefunden hat.

    • Melanie  27. November 2014 um 19:55 Uhr

      Hallo Werner,

      halte durch – es lohnt sich! Es gibt so viele Faktoren, an denen man “drehen” kann. Es ist manchmal erstaunlich, was die eine kleine Änderung bewirken kann. Nicht immer versteht man alles. Aber du wirst ganz sicher auch Erfolge haben! Ich wollte dir noch einen Tipp fürs Dampfen geben: ich backe auch mit normalem Haushaltsbackofen. Ich heize ein umgekehrt eingeschobenes Backblech mit auf, in der Schiene untendrunter schiebe ich einen Rost ein, darauf kommt ein ganz kleines Blech, an den Rand geschoben. Das Brot schieße ich auf das heiße Blech. Erst dann gieße ich kochend heißes Wasser auf dieses Blech. Nach 10 – 15 Minuten hole ich das das Blech beim Dampfablassen heraus, inzwischen ist alles Wasser vom Blech verdampft. Hab’ lange gegrübelt und probiert. So klappt es bei mir prima, es gibt ordentlich Dampf, ich verbrühe mich nicht (ich benutze so eine Edelstahlsauciere mit Henkel, da habe ich etwas Abstand) und mein Ofenboden muss auch nicht leiden. Ich hoffe, du hast inzwischen das Brotbacken nicht aufgegeben. Es macht so viel Spaß…
      Schöne Grüße
      Melanie

  2. Lutz GeißlerLutz Geißler  26. August 2014 um 12:16 Uhr

    Hallo,
    ich arbeite auch “nur” mit einem normalen Haushaltsofen. All die Brote im Buch sind in solch einem Ofen entstanden. Es geht also. Was die Bedampfung angeht, gibt es sicherlich noch bessere Methoden, z.B. diese hier, die ich damals im Buch noch nicht berücksichtigen konnte.
    Ansonsten hilft es sehr, den Teigling vor dem Backen mit Wasser einzusprühen oder abzustreichen.
    Eine ganz andere Variante ist das Backen im Topf. Dazu wird ein (Gusseisen-) Topf mit Deckel im Ofen aufgeheizt, dann wird der Teigling hineingelegt, Deckel geschlossen und gebacken. Es braucht keinen zusätzlichen Dampf. Der Dampf, den der Teigling im engen Topf erzeugt, reicht aus. Nach der halben Backzeit den Deckel abnehmen.

  3. Carsten  25. August 2014 um 20:51 Uhr

    Hallo,

    also prinzipiell würde ich sagen, ganz so wie mit einem Profiofen von Miele mit Dampffunktion oder aus einer Bäckerei klappt es natürlich nicht, aber ich habe mit meinem 0815 AEG Ofen mit Ober- und Unterhitze und nur einem normalen Backblech für die Brote und einem auf dem Boden mit Wasser gute Ergebnisse erzielt.
    Sicherlich hört das Dampfen auf, wenn man das Brot in den Ofen schiebt, aber bei mir fängt es gleich wieder an. Das hängt aber natürlich mit der Temperatur zusammen: ich war immer bei 230-250°C, mit 180°C, klappt das nicht ganz so, das ist schon richtig.
    Zum aufheizen nehme ich auch oft die Umluftfunktion und schalte dann auf Ober- und Unterhitze.
    Und ganz wichtig, ich habe den Dampfauslass auf der Oberseite natürlich absichtlich mit einem nassen Lappen abgedeckt, dann mit der Dampf nicht entweichen kann.

    Ich hoffe, das hat ein wenig geholfen.
    Gruß,
    Carsten

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