Sauerteigzüchtung

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4 Kommentare
  1. Klose  7. Februar 2015 um 17:14 Uhr

    Hallo Lutz,
    wäre gern beim Brot backen auf natürliche Weise dabei, aber ich frage mich ernsthaft, wie ich nur allein für einen Sauerteig 28 bis 30 Grad über mehrere Tage erreichen soll? Das Wohnzimmer gibt es nicht her und der Backofen fängt erst bei 50 Grad an, Rotlichtlampe, andere Wärmequellen, das wird aber dann ein sehr zeitaufwändiges und teures Brot. Da muss ich wohl leider passen oder gibt es andere Tipps? Gekauften Sauerteig darf man für deine Rezepte nicht nehmen, wie kann man also Brot backen, als “Normalverbraucher” mit 8 Stunden Arbeitstag (viele Teige müssen ja auch ewig gehen, eh man sie verarbeiten kann) und ohne zusätzlich immens hohem Stromverbrauch? Gesunde Ernährung und selbst gebackenes Brot ist uns trotzdem wichtig, aber hier scheint alles schon am Anfang zu scheitern. Schade!
    Viele Grüße
    Ute

    • Lutz GeißlerLutz Geißler  11. Februar 2015 um 11:57 Uhr

      Hallo Ute,
      wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Ich habe auch 5 Jahre lang als Normalverbraucher 10 Stunden gearbeitet und nebenher gebacken.
      Du kannst deinem Sauerteig die passende Temperatur zu allererst über die Wassertemperatur verabreichen. Dann stellst du ihn z.B. in den auf 50°C vorgeheizten und wieder ausgeschalteten Ofen und lässt ihn reifen (noch besser, wenn dein Glas in angewärmte Handtücher o.Ä. gewickelt ist). Auch über den Lüftungsschlitzen des Kühlschranks oder in Heizungsnähe kommst du auf ideale Temperaturen.

    • Sebastian  12. Februar 2015 um 12:40 Uhr

      Hallo Ute,
      ich hatte Deine Bedenken zu Anfang (das war vor einem viertel Jahr) auch. So ist das, wenn man in eine Materie komplett neu einsteigt.

      Natürlich gibt Lutz in seinem Buch die Idealbedingungen an. Und es ist gut, wenn Du die so genau wie möglich befolgst. Aber an einigen Voraussetzungen wird ein durchschnittlicher Laie immer scheitern.

      Ich habe mir im Internet meinen ersten Sauerteig bei Ketex bestellt. Das war zwar nicht preiswert aber es war einer meiner besten Entscheidungen. Denn der ist toll.
      Dieser wohnt bei mir im Kühlschrank und an einem Backtag hole ich ihn morgens, bevor ich ins Büro fahre heraus, stelle ihn auf den Küchentisch und füttere ihn mit Mehr und Wasser, Wenn ich abends nach Hause komme hat der eine tolle Reife und ich kann ihn sofort benutzen.
      Den Sauerteig, den ich so angesetzt habe, stelle ich zunächst einmal auf die Fußbodenheizung. Dort bleibt er ein paar Stunden, bis ich ins Bett gehe. Bis zum nächsten Abend steht er dann halt auf dem Küchentisch und hat dann wiederum eine tolle Reife.

      Ich beschreibe das so ausführlich, um Die zu sagen, dass man durchaus ein wenig variieren kann, um dann mit pragmatischen Lösungen ebenfalls zu einem tollen Ergebnis zu kommen.

      Das Backen nach den Rezepten von Lutz erfordert grundsätzlich einen Aufwand von mehreren Tagen. Aber die tatsächliche Arbeitszeit ist absolut vertretbar.

  2. Lutz GeißlerLutz Geißler  31. Januar 2015 um 19:14 Uhr

    Auch die anderen Tage idealerweise bei 28-30°C.

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